Befiederungsgerät

Materialliste



  • Sperrholsbrett, 10x50x1 cm

  • Holzleiste 15x10 mm

  • Aluminiumleiste 40x3 mm (Reste von der Armbrust :)

  • 2 Kugellagerkugeln

  • Wäscheklammer oder Leimklemme

  • Bodenplatte (Restholz)



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Zuerst werden die Seitenteile zurechtgesägt. Das Gesamtresultat ist 20 cm breit und 10 cm tief. Hoch ist das ganze (deswegen hab' ich den Streifen ja so schneiden lassen) 10 cm.
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Dann werden von der Leiste 4 Teile mit etwa 6 bis 7 cm abgeschnitten.
Die "Innenhöhe" von 4.5 cm wird eingezeichnet und ein Streifen von 0.5 cm markiert.
Danach wird im 45 Grad-Winkel abgesägt, so dass der Schnittbeiden erwähnten 4.5 cm anfängt.

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Und so sehen die Teile dann aus. Danach wid (wieder in 45 Grad) von der markierten 0.5 cm Linie aus gesägt.

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Die Stücke sehen dann so aus.
Die Höhen sind hier im Bild:
in der Mitte 4.5 cm, auf der Spitze 5 cm und aussen 4 cm.
Aussen ist aber unwichtig :D
In der Vertiefung in der Mitte wird nachher der Pfeil liegen.

Es gibt übrigends keinen vernünftigen Grund, die beiden Teile nicht aus einem Stück zu sägen, ich fand nur, so geht's präziser.

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Die Teile werden zusammengeklemmt und unten schön plan gefeilt.
Die Spiten der Teile zeigen hier im Bild nach unten.

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Weis so schön war, sägen wir nochmal vier 4 cm lange Stücke von der schmalen Holzleiste ab. Zwischen diesen wird nachher die Klammer, die die Feder hält, laufen.
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Jetzt werden die Löcher, duch die nachher der Pfeil kommt, angerissen.
Sie sind auf 5 cm Höhe, und 4 cm vom Aussenrand entfernt. Angezeichnet ist auf dem Bild auch, welches nachher das rechte und das linke Seitenteil ist und wie breit das Hintterteil ist.

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Damit nachher die Nock (das Teil wo die Sehne reinkommt) auch Platz hat, muss die rechte Pfeilauflage ein wenig nach innen gerückt werden. Die sechs kleinen Leistenstücke werden die Abstandshalter sein.
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Damit wir nachher den Pfeil auch komfortabel (und vor allem, winkelgenau) drehen können, habe ich auch einem Abfallstück noch ein gleichseitiges Dreieck ausgesägt und ein Loch in die Mitte gebohrt (10 mm Durchmesser).
Ausserdem habe ich die Löcher in die Seitenwände gebohrt (links 22mm und rechts - wie im Dreieck - 10mm).

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Ein kurzes Dübelstück von 10 mm Durchmesser wird senkrecht in das Dreieck eingeleimt.
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Und ein Ausschnitt in das linke Seitenteil gesägt, damit man nachher den Pfeil einlegen kann.
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Die Abstandhalter für die rechte Pfeilauflage werden zusammengeleimt, und auch die linke Pfeilauflage wird schon mal mittig (an die Markierungslinie 4 cm vom Rand) angeklebt.
Die Pfeilauflage sollte in das Loch hineinragen, das ist so gewollt.

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Jetzt wird's ein wenig trickreich.
Die erste Hälfte der Führungsschiene der Federklammer wird angeklebt.
Direkt an die Mittellinie, aber einmal links und einmal rechts davon (siehe Bild), also assymmetrisch.

Das hat zur Folge, dass die Federn nachher leicht schräg zur Pfeilachse aufgeklebt werden. Das wiederrum sollte dazu führen, dass ich der Pfeil beim Fleigen dreht und somit stabiler fliegt.

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So, soweit sind wir jetzt. Wie schon oben erwähnt ragt die Pfeilauflage in der Loch in der linken Seitenwand.
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In den Dübel im Dreieck wird ein Spalt gesägt und ein längliches Metallstück (hier ein Teil eines Sägeblattes) eingeleimt.
Wichtig:
Das Metallstück sollte exakt auf eine der Ecken des Dreiecks zeigen; diese wird angemalt und markiert nachher die Leitfeder am Pfeil.
Wenn die Ecke nachher exakt nach links oder rechts zeigt, wird die Leitfeder passend (d.h. senkrecht zur Nock) aufgeklebt.

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Die rechte Pfeilauflage wird auf die Abstandhalter geleimt und die Beiden Stücke dann zusammengeklebt.
ACHTUNG:

Hier ist das Teil falsch zusammen geklebt, die rechte und die linke Seite hatte ich vertauscht.
Nach 5 Minuten mit einem Stechbeitel und einem Hammer konnte ich es dann richtig verleimen :?

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Und auch die rechte Pfeilauflage wird angeklebt.
Danach klebt man den zweiten Teil der Führungsschiene an. Als Abstandhalter beim Kleben wird der Alustreifen oder ein Abfallstück davon dazwischen geklemmt. So sitzt die Schiene nachher stramm.

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Die rechte Seitenwand nochmal von der Seite.
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Die Seitenwände und die Rückenwand werden auf der Bodenplatte angerissen (auf den rechten Winkel achten).
Am besten Bringt man erstmal die linke Seite und die Rückwand an, bastelt zwischendurch die Federklemme und verwendet die als Abstandhalter beim Anbringen der rechten Seitenwand.

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So sieht das ganze dann (fast) fertig aus.
Das Dreieck zum Pfeilhal

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Und nochmal von schräg.
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und nochmal, weils so schön war.
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Damit der Dübel nicht den Federhalter beengt, habe ich ihn auf 8 mm runtergefeilt. Achtung: nicht auf die ganze Höhe, sonst wackelt der 8-mm-Dübel im 10-mm-Loch der rechten Seitenwand :)
Das ganze wird solange mit Gewebeband überklebt, bis eine Pfeilnock stramm drinn klemmt und das Dreieck danach in die rechte Seitenwand gesteckt.

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Jetzt kommen wir zu der Klammer, die die Feder nachher halten wird.
Am besten sägt man diese Aluminiumleiste wirklich rechtwinklig, indem man Holzklötzchen an die Leiste zwingt und an diesen entlangsägt.

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Es werden 2 Teile der Aluleiste abgesägt:
Einmal 18 cm (Innenbreite des fertigen Befiederungsgerätes) und einmal 14 cm.

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Die beiden Stücke werden mit Tesafilm mittig aufeinander geklebt, um ein Verrutschen beim nun folgenden Bohren nicht verrutscht.
Einige Testbohrungen, um den passenden Lochdurchmesser zu den verwendeten Kugellagerkugeln zu finden, bieten sich an.
Natürlich in Abfallstücken :)

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Die fertigen Teile nebst der Kugeln.
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Die Kugeln dienen gleichzeitig als Abstandhalter sowie als Gelenk zwischen den beiden Leistenteilen. Eine Klammer (hier eine Leimklammer) hält das ganze zusammen.
Inzwischen verwende ich passend zugefeilte Wäscheklammern dafür, davon habe ich allerdings kein Bild.
Wenn man oben kräftig drückt, geht die Klammer auf.

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So wird der Pfeil vor dem Befiedern eingelegt. Rechts hält das Dreieck den Pfeil und hilft beim Drehen des Pfeiles.
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So wird die Feder (hier eine weisse Plastik-Feder, welche ich für den LARP-Einsatz nur wärmstens empfehlen kann) in die Klammer geklemmt.
Achtung: Feder richtig herum einlegen, die spitze Seite kommt Richtung Pfeilspitze :)
Es bietet sich an, auf der Klammer zumindest die Spitze der Feder zu markieren, damit nachher die 3 Federn alle gleich auf dem Pfeil kleben. AUf den Bildern sieht man die Markierungen fur die Feder, die ich leicht in die Klammer gesägt habe.

Danach gibt man sparsam "Uhu hart" auf den Teil der Feder, der noch auch der Klemme ragt und schiebt die Klammer in die Führungschiene und drückt sie leicht an.

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Hier wird gerade die Feder auf den Pfeil gepresst.
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Das ganze nochmal in Nahaufnahme.
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Und so sieht der fertige Pfeil dann aus.
Nochmal ein paar Worte zum Befiedern allgemein:
Der Pfeil wird mit drei Federn befiedert. Die haben jeweils zueinander einen Winkel von 120 Grad.
Um die Winkel optimal einzustellen, markiert man sich die passenden Stellungen des Dreiecks an der äusseren Seitenwand des Gerätes.


Die Leitfeder sitzt senkrecht zur Nock und damit in eingelegtem Zustand zur Sehne und hat am besten eine andere Farbe.
Das hat folgenden Hintergrund:
Die anderen beiden Federn stehen beim Abschuss in einem Winkel von 30 Grad zur Sehne (und damit zum Bogen). Somit bleibt keine der Federn am Bogen hängen und reisst ab oder verreisst den Pfeil.

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